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Aktualisiert am
 12.09.2017

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Urlaub von Zuhause Drucken

Urlaub von Zuhause

  

Nachdem wir einige Jahre aus verschiedenen Gründen auf Urlaub verzichtet hatten, kam vor kurzem der Wunsch auf wieder einmal zu verreisen.

Wir entschlossen uns Kinder, Katzen und Haus der lieben Schwiegermama anzuvertrauen und nur zu zweit auf Tour zu gehen. Als Ziel wurde die Insel Rügen gewählt. Im Notfall konnten wir so in einigen Stunden wieder Zuhause sein.

 

Ich freute mich sehr auf die paar Tage Auszeit. Den Alltag mal außen vor lassen. Keine Verpflichtungen. Nicht zweimal am Tag saugen zu müssen, da sonst alles voller Katzenhaare war. Kein nächtliches Aufwachen, weil Stargate meinte, der Napf mit Trockenfutter sei nicht voll genug und mangels verbaler Fähigkeiten das bewusste Behältnis laut scheppernd über den Fliesenboden schob. („Irgendwann muss die doch davon wach werden“.) Das Bett nicht mit mindestens vier Katzen teilen zu müssen. Nicht um vier Uhr morgens von einem gellenden Katzenschrei unsanft geweckt zu werden, weil Armani den dicken Freilaufkater wieder am Fenster entdeckt hatte. Nicht Ahm Shere hinterher jagen zu müssen, weil sie durch die Haustür entwischt war. (Der Postbote glaubte sicher schon, wir hätten etwas zu verbergen, da die Haustür immer nur einen kleinen Spalt breit für ihn geöffnet wurde.) Nicht nach jedem Füttern die Küche wischen zu müssen, weil Sheila das Futter lieber vom Boden als vom Teller fraß. …

 

Endlich war es so weit. Der Tag der Abreise war da. Überall im Haus waren Zettel mit genauen Anweisungen verteilt. Leider können Katzen nicht lesen und Kind und Oma fühlten sich bevormundet. Beim nächsten Mal werden also keine Ergüsse darüber verfasst, wie und wann man Katzen und Blumen versorgt.

Versprochen!

 

Nach fünfstündiger Fahrt kamen wir in Göhren auf Rügen an. Das Hotel lag an einem Steilhang, vom Strand nur durch einen kleinen Wald getrennt.

Wunderschön!

 

An den ersten Tagen erkundeten wir den kleinen Ort und schauten uns die Insel genauer an. Wir erholten uns gut, aber so nach und nach wanderten meine Gedanken immer wieder Richtung Heimat. Ob es den Kindern gut ging? Ob die Katzen uns wohl vermissten? Ja, Zuhause sei alles in Ordnung, versicherte mir unsere Tochter zigmal am Tag. Ich solle nicht ständig anrufen, das „nerve“, bekam ich ebenso jedes Mal zu hören. ----- Schön, wenn man so gebraucht wurde.

 

Trotz der schönen Tage auf Rügen vermisste ich aber dennoch Kinder und Katzen. Eigentlich war es doch gar nicht so schlimm sein Bett mit mindestens vier Katzen  teilen zu müssen. Das hatte auch Vorteile ----- man fror nicht so leicht. Und was machte es schon aus, zweimal am Tag zu saugen; so war das Haus immerhin schön sauber. Nachts aus dem Schlaf gerissen zu werden, weil Stargate den Napf gefüllt haben und Armani den dicken Freilaufkater am Fenster verprügeln wollte, zu viel Schlaf ist ungesund. Oder die Haustür nur einen Spalt öffnen zu können, da ansonsten Ahm Shere wieder den Nachbarn einen Besuch abstatten würde. Schließlich konnte es uns egal sein, was der Postbote von uns dachte. Und wenn Sheila lieber vom Fußboden als vom Teller fraß, sollte sie doch!

 

So sah ich dem letzten Urlaubstag mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Was uns Daheim wohl erwarten würde?

 

Nach wiederum fünfstündiger Fahrt kamen wir Zuhause an. Gespannt auf die Begrüßung der Daheimgebliebenen schlossen wir die Haustür auf. Unsere Kleine freute sich eindeutig uns wieder zusehen! Die Große registrierte unser Ankommen mit einem „hallo“ und ging in ihr Zimmer. „Pubertät“ nennt man das wohl. Und die vierbeinige Rasselbande? Ihre Reaktion glich verblüffend die unserer älteren Tochter. (Unsere Katzen sind doch aus der Pubertät hinausgewachsen?!) Ehrlich gesagt, war ich enttäuscht!! Keine freudig miauenden Katzen, die mir um die Beine strichen. Die Bande schien irgendwie beleidigt. „Das habt ihr nun davon, wenn ihr uns alleine lasst“ schienen sieben Augenpaare uns sagen zu wollen.

 

So mit völligen Desinteresse seitens Kind und Katzen gestraft, packten wir erstmal die Koffer aus und besichtigten Haus und Garten. Alles war soweit in Ordnung. Der Alltag hatte uns wieder.

 

Zur abendlichen Fütterung erschien dann doch die ganze Rasselbande in der Küche. -----Und Sheila schob mit der Pfote wie immer ihr Futter vom Teller. Herrlich!!!  

 

Zwei Nächte später teilte ich mein Bett wieder mit vier Katzen. Stargate bollerte früh morgens seinen Napf über den Boden. Armani versuchte mit möglichst lautem Gehabe den dicken Freilaufkater vom Fenster zu verjagen, ja, und Ahm Shere starte kurz darauf mal wieder einen Fluchtversuch an dem verblüfften Postboten vorbei. War das Leben nicht schön? Wozu brauchte man Urlaub von Zuhause?

 

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