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 27.11.2016

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Katzenausstellungen Drucken
Außer im Hochsommer findet an fast jedem Wochenende irgendwo in Deutschland eine Katzenausstellung statt, man muss nur weit genug fahren.

Diese Veranstaltungen bieten für (fast) jeden etwas.
Die Züchter lassen ihre vierbeinigen Lieblinge von internationalen, unabhängigen Richtern bewerten.
Dieses Beurteilungen sind wichtig, da nur mit solchen Tieren gezüchtet werden sollte, die dem Rassestandard entsprechen.

Aber nicht nur Züchter stellen ihre Tiere aus. Auch vielen Liebhabern macht es Spaß an solchen Ausstellungen teilzunehmen.
Nicht zu letzt deshalb, weil dort viele Leute zusammen kommen mit denen man über unser aller Lieblingsthema reden kann ohne gleich für etwas verrückt gehalten zu werden.

Außerdem kann man seinen Bedarf an Futter, Pflegeutensilien und Spielzeug aufstocken.

Nicht zu vergessen die Hunderte von Besuchern, ohne die eine Ausstellung nicht möglich wäre. Sie können viele verschiedenen Rassen live erleben.
Nette Gespräche führen. Und sich vielleicht sogar in eins der Kätzchen verlieben.


Klassen:
Die gemeldeten Katzen werden in verschiedenen Klassen eingeteilt:


Klasse Titel-
anwartschaft

Erklärung
Wurfklasse - mindestens 3 Tiere im Alter von 10 bis 12 (manchmal 14) Wochen
Kittenklasse - 3- 6 Monate
Jugendklasse - 6 bis 10 (manchmal 9) Monate
offene Klasse CAC ab 10 Monate, Tiere die noch keinen Titel haben und nicht kastriert sind
Kastratenklasse CAP ab 10 Monate, Tiere die noch keinen Titel haben und kastriert sind
Championklasse CACIB Tiere, die 3x CAC von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Premiorklasse CAPIB Kastrierte Tiere, die 3x CAP von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Internationaler Champion CAGCIB Tiere, die 3x CACIB von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben (*)
Internationaler Premior CAGPIB Kastrierte Tiere, die 3x CAPIB von 3 verschieden Richtern bekommen haben (*)
Großer internationaler Champion CACE Tiere, die 3x CAGCI in zwei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Großer internationaler Premior CAPE Kastrierte Tiere, die 3x CAGCI in zwei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Europa Champion GCACE Tiere, die 3x CACE in drei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Europa Premior GCAPE Kastrierte Tiere, die 3x CAPE in drei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Großer Europa Champion CACM Tiere, die 5x GCACE in drei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
Großer Europa Premior CAPM Kastrierte Tiere, die 5x GCAPE in drei verschiedenen europäischen Ländern von 3 verschiedenen Richtern bekommen haben
World Champion - Tiere, die 8x CACM auf zwei verschiedenen Kontinenten von drei verschiedenen Richtern bekommen haben, plus 3 Bühnentiteln
World Premior - Kastrierte Tiere, die 8x CAPM auf zwei verschiedenen Kontinenten von drei verschiedenen Richtern bekommen haben, plus 3 Bühnentiteln



Hat ein Tier den Titel "World Champion" (bzw. World Premior) erreicht, so startet er auf allen weiteren Ausstellungen in der Ehrenklasse.

(*)Die erforderlichen Titelanwartschaften in den einzelnen Klassen können je nach Verein variieren.

Bei vielen Vereinen ist heute ein Besuch auf einer Ausstellungen im Ausland nicht mehr unbedingt nötig.
Man benötigt dann nur mehr Titelanwartschaften im Inland.

Beispiel: Statt 3x CACE in drei verschiedenen Ländern sind auch 6x CACE im Inland möglich.


Ablauf:
Die Tiere sind in den richtigen Klassen gemeldet worden und der Tag der Ausstellung beginnt.
Als erstes wird am Eingang geprüft, ob das jeweilige Tier auch gemeldet ist und die Gebühr hierfür auf das Vereinskonto überwiesen wurde.
Ist dies nicht im Vorfeld geschehen, so ist die Meldegebühr, oft verbunden mit einer "Strafe" für den säumigen Zahler, jetzt fällig.
Anschließend geht es zur Tierarztkontrolle.
Ist die Katze geimpft?
Hat sie keine "Untermieter"?

Der Tierarzt ist zufrieden. Es kann also weitergehen.

Man bekommt den Ausstellungskatalog und seine Käfignummern ausgehändigt.
Nun kann die Suche nach dem richtigen zugeteilten Käfig losgehen.
Er wird ausgestattet und als letztes wird die Mieze hineingesetzt.

Das Richten beginnt meistens so gegen 10 Uhr.
Jede Katze hat eine Nummer (die auch der Käfignummer entspricht).

Irgendwann kommt ein Steward und übergibt einem einen Zettel mit der Nummer der Katze.
Dies Katze soll also nun gerichtet werden. Sie wird noch ein bisschen hübsch gemacht und dann geht es los.

Pro Rasse, Klasse, Farbe und Geschlecht kann immer nur ein Tier das V1 ="vorzüglich1" bekommen, das heißt, es ist von allen gerichteten Katzen dieser Rasse, Farbe, Klasse und Geschlecht, die ein vorzüglich (mindestens 88 von 100 möglichen Bewertungspunkte) bekommen haben, die beste.

Nur diese Katze kann auch die jeweilige Titelanwartschaft bekommen und ev. für die Best in Show nominiert werden.


Best in Show:
Nachmittags beginnt dann diese spannende Best in Show.
Jeder Richter kann in den von ihm gerichteten Haarlängen je ein Tier in den Klassen:
  • Kittenklasse weiblich
  • Kittenklasse männlich
  • Jugendklasse weiblich
  • Jugendklasse männlich
  • Erwachsene weiblich
  • Erwachsene männlich
  • Kastraten weiblich
  • Kastraten männlich
nominieren.

Mit Haarlängen oder Haarkategorie sind Langhaar-, Halblanghaar und Kurzhaarkatzen gemeint, diese evt. noch unterteilt in schwere (z.B. BKH) und leichte (orientalische) Kurzhaarkatzen.

Nehmen wir als Beispiel die Halblanghaarkatzen.
An unserem Ausstellungstag haben 3 Richter diese Katzen gerichtet. Jeder von ihnen darf (muss aber nicht) in den o.g. Klassen jeweils ein Tier nominieren.

Es werden also in der Kittenklasse weiblich alle nominierten Tiere aufgerufen und noch mal miteinander verglichen.

Das beste von ihnen erhält den Titel "Best in Show"- Kitten weiblich, Halblanghaar.

Und so geht es weiter bis alle Best in Show Tiere aller Klassen und Haarlängen feststehen.

Anschließend wird, wieder nach Haarlängen getrennt, unter allen Best in Show Tieren das beste prämiert.
Es trägt den "Best of Best".

Am Schluss wird unter allen "Best of Best" Tieren das schönste herausgesucht.
Diese Katze verlässt die Ausstellung als bestes Tier des Tagen = "Best over All".


Best in Variety:
Außerdem konkurrieren die Katzen/Kater (Kastraten) noch um den Titel "Best in Variety".
Damit ist entweder der sogenannte "Rassesieg" gemeint, d.h. es wird das beste Tier der jeweiligen Rasse gekürt.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass das beste Tier der jeweiligen Rasse und Farbe den Titel bekommt.
Hierfür müssen jedoch genügend Tiere einer Farbe anwesend sein. Je nach Verein 3-5.

Beispiel 1: Auf der Ausstellung sind 5 Somalis in den Farben wildfarben und sorrel anwesend.
Der Richter kann nun dem seiner Meinung nach typvollsten Tier (unabhängig von Alter, Geschlecht und Farbe) den Titel "Best in Variety" geben. Früher nannte man dies "Rassesieg".

Sind jedoch in den verschiedenen Farben genügend Tiere anwesend, so wird pro Farbe ein Kater/Katze als das Beste ermittelt.

Beispiel2: Es sind 12 Somalis auf der Ausstellung. 5 Tiere in der Farbe wildfarben und 7 in sorrel.
Es sind also genügend Tiere in beiden Farben anwesend.
Nun kann das beste Tier in wildfarbend und sorrel gekürt werden.
Dies nennt man dann Best in Color.

Der Oberbegriff für die oben genannten Titel ist "Best in Variety".


Gegen 18 Uhr ist die Ausstellung in der Regel vorbei, ein langer Tag geht damit zu Ende.
Mal verläuft er erfolgreich mal weniger.

Ob die Katzen diesen Veranstaltungen etwas abgewinnen können?
Ob sie nun mit oder ohne Titel nach Hause gehen können ist ihnen ganz sicher egal.
Es gibt Exemplare, die sind richtige Ausstellungsprofis, die fast schon beleidigt reagieren wenn sie zu Hause bleiben müssen.

Solche, denen die ganze Show total egal ist.

Und sicher auch einige, die diese total hassen. Letztere bleiben eben zu Hause.


Ein Wort noch an die Besucher von Katzenausstellungen:

Die Züchter und Liebhaber führen alle gerne Gespräche und geben sicherlich auch bereitwillig den einen oder anderen Rat.

Was jedoch kein Aussteller gerne sieht, sind die "grabschenden" Hände einiger Mitmenschen.
Es ist verständlich, dass man die süßen Katzen auch mal anfassen möchte. Aber bitte ---- tun Sie es nicht!!!!!

Auch der beste Tierarzt kann bei der Einlasskontrolle z.B. einen Hautpilz übersehen (genau wie der Züchter, sonst hätte er die Katze zu Hause gelassen).

Fassen Sie nun erst diese erkrankte Katze an und wandern dann zum nächsten Käfig, wo auch wieder gestreichelt wird, ist das Malheur passiert.
Deshalb seien Sie nicht böse, wenn der Aussteller ihnen das Anfassen der Tiere nicht erlaubt. Sie haben doch sicher vorher gefragt!?


Viel Spaß bei Ihrer nächsten Katzenausstellung!!!!!!
 

 
 
 
 

 

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